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Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die insektizide Maisbeize Mesurol flüssig unter Auflagen wieder zugelassen. Maissaatgut darf nun wieder mit Mesurol gebeizt und verkauft werden. Die Zulassung war im Mai 2008 aufgehoben worden, nachdem Maissaatgut, das mit dem insektiziden Wirkstoff Clothianidin behandelt war, in Süddeutschland ein Bienensterben verursachte. Allerdings ist die Wiederzulassung von Mesurol mit einigen Auflagen verbunden. Ausdrücklich weist das BVL darauf hin, dass das Mittel sich ausreichend mit dem Saatkorn verbinden muss. Dazu darf der Grenzwert für den Abrieb von 0,75 g Staub je 100.000 Körner nicht überschritten werden. Für die Aussaat sind künftig nur bestimmte Maschinen zugelassen. Dazu hat das Julius-Kühn-Institut im Internet unter href="http://www.jki.bund.de/cln_045/nn_813794/DE/pressestelle/Presseinfos/2009/140109__maissaegeraet.html__nnn=true" mce_href="http://www.jki.bund.de/cln_045/nn_813794/DE/pressestelle/Presseinfos/2009/140109__maissaegeraet.html__nnn=true"target="_new">JKI-Liste eine Liste von Geräten veröffentlicht, mit denen die Wirkstoffmenge in der Abdrift um mindestens 90 Prozent reduziert wird.

Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide (Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid) bleiben weiterhin verboten. Hier konnte das BVL bisher nicht klären, auf welchen Wegen Bienen mit diesen Wirkstoffen in Berührung kommen können. Hinzugekommen ist die Frage, ob von den Pflanzen abgegebene Flüssigkeitströpfchen, die von Bienen aufgenommen werden können, ein zusätzliches Risiko darstellen. Somit ruhen die Zulassungen für Mittel wie Poncho Pro, Gaucho und Cruiser 350 FS weiter.

Die Liste des JKI kann auch über www.ernaehrungsdienst.de unter der Rubrik Pflanzenbau auf der Einstiegsseite als pdf-Datei heruntergeladen werden. (da)
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