Methanol aus Biomasse nicht wettbewerbsfähig

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Fossiles Methanol wird derzeit im Herstellungsprozess für Biodiesel eingesetzt. In einer Studie wurde jetzt untersucht, ob Methanol nicht auch aus Biomasse gewonnen werden kann. Mit einer Expertise hat die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (Ufop), Berlin, das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung (ZSW), Stuttgart, beauftragt, teilt die Ufop mit. Das ZSW stellt fest, dass Biomethanol zurzeit aus anlagentechnischen Gründen praktisch nicht verfügbar ist und zudem zu einem erheblich höheren Preis in Abhängigkeit von den Rohstoffkosten hergestellt und angeboten werden müsste.

So existiert zurzeit keine kommerziell betriebene Anlage zur Erzeugung von Methanol aus Biomasse. Auch liegen die spezifischen Investitionskosten um ein Mehrfaches über denen konventioneller Methanolanlagen. Hinzu kommt der Preisvorteil von fossilem Methanol, heißt es weiter. So lag beispielsweise der Preis am Amsterdamer Spotmarkt im Jahr 2003 im Bereich von 130,- bis 210,- EUR/t, im August 2004 bei 230,- EUR/t. Demgegenüber stehen die geschätzten Kosten für Methanol auf Basis von Biomasse zwischen 320,- und 400,- EUR/t. Wird Methanol auf Basis von Biogas hergestellt, variieren die Kosten zwischen 150,- und 500,- EUR/t. Die Studie hat die Ufop jetzt unter www.ufop.de veröffentlicht. (AW)

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