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Mit der Preisaktion für Milch am vergangenen Samstag hat sich die Supermarkt-Kette Real den Ärger der Bauern, des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und einiger Landespolitiker zugezogen. Für 33 Cent stand der Liter Vollmilch am "Größenwahn-Samstag" in den Regalen. Die Bauern wehrten sich mit vom DBV organisierten Aktionen vor den Märkten gegen die "Verramschung" der Milch unter Einstandspreis. Gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst bezogen Uwe Hölzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Real SB Warenhaus GmbH, Mönchengladbach, und Prof. Jakob Stöckl, Geschäftsführer der Molkereigruppe Bayerische Milchindustrie (BMI) e. G., Landshut, Stellung. Hölzer hält die Marketingaktion als "Einmaliges Tagesangebot für gerechtfertigt". Stöckel macht im Interview darauf aufmerksam, dass die Molkereien bei der Preisgestaltung nur einen geringen Spielraum und begrenzte Einflussmöglichkeiten haben. Die politisch gewollte hohe Milchmenge sei für die niedrigen Preise verantwortlich. (ED)
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