FrieslandCampina

Milchbauern zahlen Strafen

Tausende Lieferanten der Friesland Campina müssen eine Strafe an ihre Molkerei zahlen, weil sie im Januar die vereinbarte Milchmenge überliefert haben. Rund ein Viertel der Lieferanten hätten insgesamt 9,2 Mio. kg Milch zu viel geliefert, berichtet die niederländische Zeitung Boerderij. Sie müssen nun eine Strafzahlung von 2,9 Mio. € leisten.

Insgesamt hat die Molkerei mit ihrem Anreizsystem für ein Einfrieren der Milchproduktion Erfolg. Denn alle anderen Milchbauern lieferten zusammen 35,7 Mio. kg weniger als die molkereiinterne Quote erlaubt hätte. Diese Lieferanten werden mit einer Bonuszahlung belohnt.
Die aktuelle Quote soll zunächst bis Ende März gelten.

FrieslandCampina hatte seine Lieferanten im Dezember 2016 aufgefordert, die die Milchmenge ab Januar 2017 einzufrieren. Die Mitglieder der Genossenschaft durften ab dem 9. Januar 2017 nicht mehr Milch liefern als im Vorjahr. Einen gewissen Spielraum wurde den Betrieben dabei jedoch eingeräumt, denn sie können für die Bestimmung der Milchmenge aus drei Referenzzeiträumen wählen (20. August bis 17. September, 1. Januar bis 31. März oder 13. November bis 12. Dezember 2016).

Für zu viel gelieferte Milch werden nur 10 Prozent des monatlichen Garantiepreises bezahlt. Erzeuger, die die maximal zulässige Liefermenge unterschreiten, erhalten dagegen einen Zuschlag. Dieser wird aus dem einbehaltenen Preis der Überlieferungen finanziert. (SB)
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