Die Milchbauern erhalten im Durchschnitt über zehn Cent/Liter Milch zu wenig von ihren Molkereien, um ihre Kosten und ihre Arbeit voll decken zu können. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Wissenschaftlerin Dr. Karin Jürgens vom Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft jetzt veröffentlicht hat.

Auf Grundlage offiziell erhobener Daten haben die Wissenschaftler berechnet, was den Bauern die Erzeugung eines Liters Milch kostet. Bezogen auf den Oktober 2012 waren das in Norddeutschland 43,03 Cent/Liter, während die Molkereien im Schnitt nur 32,5 Cent je Liter an die Bauern ausgezahlt haben.

"Diese Unterbezahlung ist ein wesentlicher Grund dafür, dass in den letzten zehn Jahren über ein Drittel der Höfe die Milcherzeugung aufgegeben hat", glaubt Jürgens. (hed)
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