Milchindustrie rechnet mit höherem Auszahlungspreis


Die Milchwirtschaft in Deutschland weist eine gemischte Bilanz für 2012 aus. Die verarbeitete Menge ist gestiegen, der wertmäßige Umsatz leicht zurückgegangen.

Mehr Milch haben Erzeuger im Jahr 2012 an die deutschen Molkereien geliefert. Die Menge stieg im Vorjahresvergleich um 1,2 Prozent auf 29,7 Mio. t, teilt der Milchindustrie-Verband (MIV) am heutigen Freitag in Berlin mit. Vor allem in den Sparten Käse und Magermilchpulver wurde mehr Milch verarbeitet.

Anders sieht es beim wertmäßigen Umsatz aus. Dieser betrug 2012 nach Angaben des statistischen Bundesamtes 22,9 Mrd. €. Das ist etwas weniger als 2011, als der Umsatz 23,2 Mrd. € erreichte. Der durchschnittliche Auszahlungspreis für Rohmilch fällt für 2012 mit 32,5 cts/l mager aus. Die „durchaus positiven“ Aussichten für den Milchmarkt zu Beginn des Jahres 2013 lassen laut MIV aber einen höheren Milchpreis für das laufende Jahr erwarten.

Nach Angaben des Verbandes ist 2012 vor allem die Produktion von Magermilchpulver gestiegen: Sie erreichte 314.000 t, ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber 2011. In dem Segment seien zudem aufgrund der guten Weltmarktnachfrage ordentliche Preise erzielt worden.

2012 war auch für die Käseproduzenten ein gutes Jahr: So stieg die Erzeugung von Hartkäse gegenüber Vorjahr um 6 Prozent auf 209.000 t.

Gemischt fällt hingegen die Bilanz in der weißen Linie aus. Während die Produktion von Konsum- und Buttermilcherzeugnissen mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent im Wesentlichen stabil blieb, fiel die Produktion von Joghurterzeugnissen um mehr als 3 Prozent. (pio)
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