Milchindustrie stellt sich auf Märkte ein

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Die Notierungen für die wichtigsten Molkereiprodukte sinken weltweit wieder. Aktuell haben die Preise am Weltmarkt zum Teil um bis zu 50 Prozent nachgegeben, meldet der Milchindustrieverband (MIV), Berlin. Ursache sind die hohen Preise der vergangenen Monate, die einerseits Produktion stimulierend, andererseits Absatz dämpfend wirkten. Beim Export mussten die Euro-Staaten wegen der US-Dollarschwäche erhebliche Marktanteile an Wettbewerber aus den USA und Ozeanien abgeben. Die aktuelle Festigung des Dollarkurses könnte für die hiesigen Produzenten allerdings wieder belebend wirken. „Die deutsche Milchindustrie hat sich auf diese liberalisierten Märkte eingestellt. Sie wird sich den neuen internationalen Herausforderungen stellen und mit verstärkten Absatzbemühungen, Optimierung der Verarbeitung und struktureller Anpassung begegnen", erklärte Dr. Karl-Heinz Engel, Vorsitzender des Milchindustrieverbandes (MIV), Berlin, auf der Jahrestagung des Verbandes Ende vergangener Woche. „Was bei Getreide, Schweinen und Kälbern funktioniert, kann und wird für Milch kein Tabu sein“, so Engel. (dg)
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