Milchmarkt

Milchindustrie zeigt Zuversicht

Erzeugerpreise von mehr als 30 Cent pro kg werden auch für die kommenden Monate erwartet, so der Vorsitzende des Milchindustrieverbandes (MIV), Peter Stahl, heute in Berlin. Auf dem Milchpolitischen Frühschoppen am Rande der Internationalen Grünen Woche (IGW) verwies der Verband auf die international gesunkenen Milchmengen, die den Markt spürbar entlastet hätten. So lagen zum Jahresende die Anlieferungen in der EU um knapp vier Prozent unter dem Vorjahr, jenen in Neuseeland um 4,5 Prozent sowie in Argentinien sogar fast 14 Prozent. 

Der Markt habe reagiert und zu Anpassungsreaktionen geführt. Ein ähnliches Wachstum des Milchaufkommens in der EU wie in den Vorjahren bezeichnet der MIV als unwahrscheinlich. Eine der Hauptgründe dafür sei ein durch Begrenzungen der Phosphatmengen in den Niederlanden eingeschränkte Ausweitung der Produktion.

In Deutschland hat sich die Zahl der Milchviehhalter um mehr als fünf Prozent im vergangenen Jahr weiter verringert. Doch allein in Nordrhein-Westfalen habe diese Zahl etwa neun Prozent betragen. Insgesamt gibt es nach Angaben des MIV derzeit rund 68.000 milchviehhaltende Betriebe in Deutschland. (jst)
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