Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt (re.) mischte sich unter die Zuschauer..
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Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt (re.) mischte sich unter die Zuschauer..

"Die agra hat überlebt“, freut sich Sachsens Agrarminister Thomas Schmidt, der heute im Großen Ring vor Ehrengästen und Besucher die mitteldeutsche Fachmesse agra 2017 eröffnete. Nach der Wende und dem Zusammenbruch der Agrarwirtschaft sei es nicht selbstverständlich gewesen, dass die Messe fortgesetzt wurde. Die alle zwei Jahre stattfindenden Messe findet großen Zuspruch in der Landwirtschaft und auch bei der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung. Bis Sonntag werden rund 50.000 Besucher in den Hallen und Freigelände erwartet.

Erstmals Firmen aus Litauen und der Urkaine dabei

Mit rund 1.100 Ausstellern sind in diesem Jahr mehr als 2015 auf der Messe vertreten. Erstmals sind auch Unternehmen aus Litauen und der Ukraine dabei. Gezeigt werden Innovationen aus der Landtechnik und Fortschritte in der Tierzuchtbranche. "Hinter der Landwirtschaft liegen wirtschaftliche schwache Jahre", sagte Schmidt vor der Presse. Zwar seien die Milchpreise wieder gestiegen, doch mit der Erholung auf dem Markt gibt sich der Minister noch nicht zufrieden. Die Betriebe seien noch nicht in der Lage, größere Rücklagen zu bilden. Er berichtet von Landtechnikhändlern, die eine größere Innovationsbereitschaft in der Landwirtschaft registrieren.

Eine Vielfalt an Vierbeinern ist bei der agra 2017 vertreten.
-- , Fotos: da
Eine Vielfalt an Vierbeinern ist bei der agra 2017 vertreten.
Schmidt betonte, dass es noch viel zu tun gebe. Die Milchkrise ist noch nicht vorbei. Jetzt müssen wir Vorbereitungen gemeinsam mit Verbänden, Landwirten und Molkereien treffen, damit wir nicht in das nächste Tal geraten. Schmidt liegt vor allem daran, die Milchlieferverträge zu ändern.

"Wir haben das Tal noch lange nicht durchschritten", sagte Wolfgang Vogel, Bauernpräsident in Sachsen. Aber wir Landwirte sind optimistisch. Auf seiner Eröffnungrede im Großen Ring in dem sich Tierhalter mit verschiedenen Rassen aufgestellt haben, sagte Vogel. Wir würden mit Tieren schlecht umgehen. Die Tierschutzorganisation Peta hat in der Vorwoche in vier Betrieben in Deutschland unerlaubt Fotos aufgenommen, davon zwei in Thüringen. Die Bilder seien an das ZDF und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel weitergeleitet worden. Es seien Betriebe besucht worden, die sich der Initiative Tierwohl angeschlossen haben. (da)
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