Milchmarkt ist schwer einschätzbar

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Trotz der Proteste von Milcherzeugern könnten die Molkereiauszahlungspreise angesichts der hohen Produktionsmengen 2009 deutlich zurückgehen, prognostiziert der Milchindustrie-Verband(MIV). "Dies wird sich erst dann ändern, wenn wieder echter Wettbewerb um den Rohstoff stattfindet." Der MIV erwartet für Ende 2009 Butter- und Milchpulverbestände in den Lägern der EU. Interventionskäufe zur Marktstützung seien jedenfalls schon in diesem Frühjahr möglich. Deshalb würden die Nettointerventionspreise in diesem Kalenderjahr eine besondere Rolle spielen. Der MIV schließt deshalb nicht aus, dass der europäische Lebensmitteleinzelhandel diese Chance nutzen wird, um bereits im Frühjahr die Preise erneut zu senken. Eine Voraussage, wann die Milchpreise wieder steigen, falle in diesem Jahr besonders schwer. "Der Markt wird entscheidend davon beeinflusst sein, wie Brüssel beim Verkauf der dann bestehenden Interventionsvorräte umgehen wird", lautet die Verbandseinschätzung. (HH)
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