LTO-Preisvergleich

Milchmarkt steht unter Druck

Der aktuelle Milchpreisvergleich des niederländischen Bauernverbandes LTO zeigt, dass die Lage auf dem Milchmarkt schwieriger wird. Der durchschnittliche Auszahlungspreis von 15 großen europäischen Molkereien verringerte sich im März gegenüber dem Februar um 0,2 Cent auf 33,23 ct/kg Milch. Lediglich die Lieferanten von FrieslandCampina (plus 0,97 auf 35,02 ct/kg) und Arla (plus 0,49 auf 35,32 ct/kg) konnten sich über steigende Milchpreise freuen. Die Mehrzahl der Molkereien zahlte unveränderte Preise. Dazu zählten auch die deutschen Unternehmen Müller (31,82 ct/kg) und DMK (31,33 ct/kg).

Den stärksten Einbruch mussten die Lieferanten der irischen Molkerei Glanbia verkraften. Sie erhielten im März 30,88 ct/kg, das waren 2,23 ct/kg weniger als im Februar. Glanbia war in dem LTO-Ranking damit die Molkerei mit dem niedrigsten Milchpreis. Die Lage auf dem Milchmarkt wird kurzfristig nicht einfacher. Für die Monate April und Mai kündigten die Molkereien unveränderte beziehungsweise sinkende Auszahlungspreise an. Steigende Preise sind kurzfristig nicht in Sicht.

Im Vergleich mit den wichtigsten Konkurrenten im Exportgeschäft bleiben die europäischen Erzeuger wettbewerbsfähig. In den USA betrug der durchschnittliche Milchpreis im März umgerechnet in Euro 37,17 ct/kg. Die neuseeländische Molkerei Fonterra zahlte 32,38 ct/kg. (SB)
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