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Die durch den Lieferboykott erreichte Milchpreiserhöhung von 10 Cent setzt sich am Markt nicht durch. Einige Handelsunternehmen ziehen ihre Preiserhöhung wieder zurück. Edeka folgt beim Milchpreis dem Discounter Aldi und nimmt seinen Aufschlag von zunächst 10 Cent wieder um 3 Cent zurück. Rewe und der Discounter Plus folgten diesem Schritt. Auch die von Aldi angekündigte Preiserhöhungvon 20 Cent für Butter wird nach Informationen von LZ-Net wohl nicht stattfinden. Dies wertet der Deutsche Bauernverband (DBV) als Affront gegen die Milcherzeuger. Aus Sicht der Molkereien konnten die Preis auch wegen des Überangebots zurzeit nicht überall angehoben werden, heißt es in Medienberichten. Der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) droht unterdessen mit einem erneuten Streik, sollten die Preise im Handel wieder fallen.

Der DBV fordert darüber hinaus den Lebensmitteleinzelhandel und die Molkereiwirtschaft auf, bei den jetzt ohnehin anstehenden Listungsgesprächen für den Käsebereich - aber auch bei Quark und Joghurt - gleichwertige Anpassungsschritte vorzunehmen. (AW)

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