Die Molkereien Nöm und Gmundner erhöhen im Januar den Milchpreis um knapp 1 Cent. Stabile bis steigende Erlöse für 2013 erwartet.

Nach Berechnungen der Agrarmarkt Austria haben die Molkereien im Nachbarland Ende des vergangenen Jahres die Auszahlungspreise leicht erhöht. Im Schnitt zahlten sie 33,34 Cent netto, also ab Hof bezogen auf 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß.

Auch im Januar werden stabile oder steigende Auszahlungspreise erwartet, schreibt der Marktinformationsdienst AIZ. Verarbeiter wie die NÖM und die Gmundner Milch hätten bereits mitgeteilt, dass sie ihre Preise anheben wollen. Die NÖM legt netto einen Cent drauf und zahlt somit 33,02 Cent /kg. Die Gmundner Milch hebt ihren Erzeugerpreis netto um 1,5 Cent an und zahlt in Oberösterreich 35 Cent aus.

Die Molkereien Arla und Campina Friesland hatten angekündigt, dass der Milchpreis im Januar um 1 Cent sinken werde.

In Deutschland hat der Milchauszahlungspreis laut ZMB 2012 bei durchschnittlich 32 Cent/kg Milch mit 4 Prozent Fett und 3,4 Prozent Einweiß gelegen. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Preisrückgang um 8 Prozent. Die Preise haben aber das Niveau von 2010 weiterhin übertroffen. Zu einer Aussage über den zu erwartenden Milchpreis im Januar konnte sich bislang keine deutsche Molkerei äußern.

In Österreich ist für das Jahr 2012 mit einer Überlieferung der Quote zu rechnen. Bis Ende November 2012 wurde die anteilige Referenzmenge bereits um mehr als 86.000 t übertroffen. In Deutschland wird es voraussichtlich nicht zu einer Quotenüberschreitung kommen, da die Milchanlieferung nur geringfügig über dem Vorjahreswert liege und die Garantiemenge 2012/13 um 1 Prozent gestiegen ist. (hed)
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