Ekosem-Agrar

Milchproduktion wächst deutlich


Die Ekosem-Agrar, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe Ekoniva, setzt den Ausbau ihrer Position als führender europäischer Milchproduzent fort. Die Milchkuhherde wurde zum 30. Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 14 Prozent auf knapp 24.000 Tiere erweitert, teilte das Unternehmen mit. Die Milchproduktion stieg im 1. Halbjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 86,7 Mio. kg.

Im in Euro ausgewiesenen Halbjahresabschluss 2015 schlugen erneut Währungseffekte durch die volatile Rubelentwicklung zu Buche. Der gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent abgewertete Rubel führte in der Gewinn- und Verlustrechnung des 1. Halbjahres 2015 zu einer leicht rückläufigen Umsatzentwicklung und etwas niedrigeren Ertragskennziffern. Etwas positiver stelle sich der Vergleich zum vorherigen Halbjahr Juli bis Dezember 2014 dar, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Durch den leicht erholten Rubelkurs seit Jahresbeginn und eine Kapitalerhöhung habe sich das Eigenkapital vom 31. Dezember 2014 bis zum 30. Juni 2015 verdoppelt.

Die Umsatzerlöse reduzierten sich im aktuellen 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf rund 43 Mio. €. Wichtigster Geschäftsbereich sei die Milchproduktion, die mit 31,5 Mio. € rund 72 Prozent des Gesamtumsatzes ausmache. Das weltweit deutlich gesunkene Milchpreisniveau machte sich auch im russischen Markt bemerkbar, sodass der schwächere Rubel nicht mehr vollständig durch höhere Milchpreise in Landeswährung ausgeglichen werden konnte.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte 23 Mio. € (minus 17 Prozent) bei einer stabilen Ebitda-Marge von 35 Prozent. Das operative Ergebnis lag bei 14,5 Mio. € und damit knapp 16 Prozent unter dem Vorjahr. Die Ebit-Marge blieb konstant bei 22 Prozent. Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 4,4 Mio. €, nach 7,8 Mio. € in der Vorjahresperiode. Neben den Währungseffekten und der Milchpreisentwicklung wurde der Überschuss wesentlich durch einen Anstieg der Finanzierungskosten beeinflusst. (SB)
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