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Starke Standorte in der Milcherzeugung weiten ihre Produktion pro Jahr um 5 Prozent aus. Schwächere Standorte produzieren 5 Prozent weniger. Die Dynamik in der Milchproduktion ist sehr hoch, sofern keine Milchquoten die Produktionswanderung verhindern. Diese Ergebnisse stellte Dr. Torsten Hemme vom IFCN (International Farm Comparison Network) Research Center, Kiel, in dieser Woche auf der Fachtagung für genossenschaftliche Milchwirtschaft in Berlin vor. Innerhalb der EU sei dieser Prozess der Standortverlagerung über 20 Jahre durch die nationale Milchquote verhindert worden. So ergebe sich ein erheblicher Anpassungsdruck. Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), stellte den Erzeugern auch für die kommenden Monate weiter steigende Auszahlungspreise in Aussicht. Das Verhalten einiger Erzeuger, aus langjährigen Lieferbeziehungen auszusteigen, um die eigene Milch kurzfristig zu besseren Preisen abzusetzen, zweifelte er als den richtigen Weg an. (dg)
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