Milchpulver erzielt Rekorderlöse

Der gesamte deutsche Milchmarkt zeigt sich in einer stabilen Verfassung. Die Rohmilchanlieferungen an die Molkereien sind kurz vor dem Ende des Milchwirtschaftsjahres nicht mehr ganz so reichlich, sie liegen aber noch immer über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Vermarktung der Molkereiprodukte erweist sich für die Anbieter als überaus zufriedenstellend. Besonders stabil ist die Tendenz bei Milchfett. Die Börse in Kempten nennt für in Alufolie abgepackte Deutsche Markenbutter als Molkereiabgabepreise 4,15 bis 4,40 €/kg. Die Börse in Hannover notiert 4,13 bis 4,28 €/kg. 

Das Segment Milchpulver wird in erster Linie durch die guten Absatzmöglichkeiten im Rahmen des Exportgeschäftes gestützt. Für Vollmilch- und Magermilchpulver in Lebensmittelqualität müssen die Käufer nochmals tiefer in die Taschen greifen, versichern die Molkereien. Gut behaupten kann sich Molkenpulver.  Dagegen dämpft Magermilchpulver für die Futtermittelindustrie aus den Interventionsbeständen die Preisentwicklung speziell in diesem Bereich. Insgesamt sind am Markt für Milchpulver aber Erlöse zu erzielen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Recht lebhaft verläuft auch der Käsemarkt, bei einem nicht sehr reichlichen Angebot. Häufig profitieren die Preise von einem lebhaften Exportgeschäft.(HH)
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