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Zum vierten Übertragungstermin für Milchquoten am Sonntag ergab sich im Bundesgebiet ein gewichteter Durchschnittspreis von 1,38 DM/kg jährliche Milchlieferrechte und damit eine Preissteigerung von rund 13 Prozent im Vergleich zum vorigen Börsentermin im April. Die Gleichgewichtspreise für Milchquoten in den alten Bundesländern lagen nach Berechnungen von AgroOnline mit durchschnittlich 1,49 DM/kg Milch erneut deutlich über den Preisen in den neuen Bundesländern mit 0,81 DM/kg Milch. Niedrigere Preise im Vergleich zum dritten Börsentermin konnten nur in Thüringen (minus 11 Prozent), in Baden-Württemberg/Regierungsbezirk Karlsruhe (minus 7 Prozent) und in Mecklenburg-Vorpommern (minus 4 Prozent) durchgesetzt werden. Die Preisentwicklung im Vergleich zu den Werten aus dem ersten Börsentermin im Oktober 2000 ist wegen der inzwischen geänderten Mehrwertsteuerregelung nicht genau zu beziffern, liegt jedoch in etwa auf dem gleichen Niveau für die alten Bundesländer und etwa 18 Prozent niedriger für die neuen Bundesländer. Die bundesdeutsche Preisspanne reicht von 0,65 DM/kg Milch (Brandenburg/Berlin) bis 1,80 DM/kg Milch (Bayern, Regierungsbezirk Mittelfranken). Als Berechnungsgrundlage dienten die vom Deutschen Bauernverband (DBV), Bonn, veröffentlichten Daten. (KK)
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