Milchquoten in Deutschland teurer


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Auf der gestrigen Milchquotenbörse wurden bundesweit rund 174.000 t Lieferrechte gehandelt. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei 0,50 €/kg. Gegenüber dem letzten Börsentermin im April 2006 ist der Umsatz um etwa 24 Prozent gesunken. Der gewogene Durchschnittspreis ist gegenüber April 2006 unverändert. Dennoch ist das Niveau der Quotenpreise gestiegen. Da bei der gestrigen Börsenrunde der Anteil der gehandelten Milchquoten in den neuen Bundesländern gestiegen ist, ist das höhere Preisniveau im Bundesdurchschnitt nicht sichtbar.

In den alten Bundesländern betrug der gewichtete Durchschnittspreis nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) 0,55 €/kg (April 0,53 €/kg), wogegen er in den neuen Bundesländern 0,31 €/kg (0,29 €/kg) erreichte. Am teuersten waren Milchquoten nach wie vor in der Oberpfalz. Der DBV sieht den Preisanstieg mit Sorge. Die aktuelle Situation auf dem Milchmarkt, die entkoppelte Milchprämie und die Diskussion um das Ende der Milchquotenregelung nach dem 31. März 2015, müssten nach Auffassung des DBV eigentlich für niedrigere Milchquotenpreise sprechen. Die Milcherzeuger sollten sich bei ihren zukünftigen Investitionsentscheidungen viel mehr an den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen orientieren, empfiehlt der Verband.

Der DBV hat die Ergebnisse im Internet veröffentlicht. (db)

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