Milchquoten müssen weg


Für die EU-Kommission kommt eine Verlängerung des Quotensystems nicht in Frage. Milcherzeuger können trotz Schwankungen mit höheren Preisen rechnen.

Ihren zweiten Bericht über die Zukunft des Milchmarktes in der Europäischen Union legte die EU-Kommission am heutigen Dienstag in Brüssel vor. Sie geht davon aus, das Auslaufen des Quotensystems gehe für die Landwirte glimpflich über die Bühne. Die Quoten spielten bei der Mengensteuerung in den meisten EU-Mitgliedstaaten bereits heute nur noch eine untergeordnete Rolle, argumentiert die EU-Kommission.

Die Preise für den Erwerb von zusätzlichen Quoten lägen zumeist nahe Null. Die Notierungen für die Erzeuger hätten sich seit 2010 nach oben bewegt, wenn auch mit großen Schwankungen. Exporte auf dem Weltmarkt ermöglichen auch weiterhin stabile Milchkurse, schätzt die EU-Kommission. Sie räumt ein, dass die Produzenten unter hohen Futtermittelkosten leiden.

Mit dem „Milchpaket" sei aber die gemeinsame Vermarktung von Landwirten erleichtert worden. Diese Chancen sollten die Landwirte wahrnehmen. Eine Fortsetzung der Mengenbegrenzung durch Quoten sei sicherlich der falsche Weg, betonte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos. (Mö)   
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