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Am gestrigen dritten Übertragungstermin für Milchquoten in Deutschland ergab sich nach Berechnungen von AgroOnline ein Durchschnittspreis von 1,22 DM/kg Milch. Dies entspricht einer Preissenkung für jährliche Lieferrechte von 17,7 Prozent im Vergleich zum zweiten Handelstermin im Januar. Die Gleichgewichtspreise für Milchquoten in den alten Bundesländern lagen mit durchschnittlich 1,39 DM/kg (minus 17,9 Prozent im Vergleich zum zweiten Börsentermin) erneut deutlich über denen in den neuen Bundesländern mit 0,90 DM/kg (minus 20,3 Prozent). Die bundesdeutsche Preisspanne reicht von 0,60 DM/kg Milch (Brandenburg/Berlin) bis 1,61 DM/kg Milch (Niedersachsen/Bremen).

Das Angebot war mit 98.647 t rund 2,5-mal so groß wie beim vergangenen Börsentermin und lag damit zum ersten Mal über der Nachfragemenge. Diese belief sich auf insgesamt rund 62.385 t. Eine Quotenmenge von insgesamt rund 44.000 t Milch und damit fast doppelt so viel wie im Januar wechselte schließlich die Besitzer. Dies entspricht jedoch immer noch weniger als einem Prozent der bundesdeutschen Referenzmenge insgesamt. In den alten Bundesländern wurden etwa 28.606 t gehandelt, während die neuen Bundesländer auf etwa 15.477 t kamen. Die detaillierten Ergebnisse der 3. Börsenrunde sind im Internet auf der Website des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bonn, abrufbar. (KK)
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