Milchtüten, Saftverpackungen sowie Weinflaschen könnten in Zukunft pfandpflichtig werden. Das geht aus einer Stellungnahme des Bundesrates zum geplanten Verpackungsgesetz hervor. Die Länderkammer fodert Änderungen bei der Kennzeichnung von Einwegverpackungen und beim Pfand.

So soll sich das Pflichtpfand in Zukunft nicht mehr an Größe und Inhalt der Getränkeverpackung orientieren, sondern an der Art des Verpackungsmaterials. Hauptgeschäftsführer Eckerhard Heuser vom Milch-Industrieverband (MIV) ist entsetzt:„Es besteht kein Grund, das etablierte System zu zerschlagen. Wir verökologieren uns.“

Er fürchtet zum einen Hygieneprobleme und zum anderen explodierende Kosten für Bauern, Molkereien und Verbraucher. „Die Rücknahmeautomaten in den Geschäften sind für solche Verpackungen gar nicht ausgelegt. Es würde stinken wie aus einer Mülltonne, wenn Kartons mit Resten oder mit abgelaufener Milch in die Geschäfte zurückgebracht werden.“ Heuser verweist auf die Entsorgungskosten für die Milchwirtschaft, der am Ende an den Handel und die Verbraucher weitergegeben werden müssten.“

Ähnliche Kritik kommt auch von den Saftherstellern und der Weinwirtschaft. (da)
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