Der baden-württembergische Agrarminister Alexander Bonde will die Milchwirtschaft im Südwesten auf die neuen Marktverhältnisse vorbereiten. Ein Beraterteam unterstützt Landwirte bei ihren Investitionsvorhaben. Milchviehbetriebe in Baden-Württemberg sollen auf das Auslaufen der Milchquote im Jahr 2015 vorbereitet werden. Dazu hat das Agrarministerium in Stuttgart vor einem Jahr das Beratungsnetzwerk Milch BW-Nord eingerichtet. In dieses Netzwerk sind offizielle und private Beratungsdienste, die Landwirtschaftsverwaltung, Molkereien und der Bauernverband eingebunden.

Während einer Betriebsbesichtigung in Niedersteinach stellte Agrarminister Bonde heute die Schwerpunkte der Beratungsarbeit vor. Ausgehend von einer Betriebsanalyse erarbeiten Berater gemeinsam mit den Betriebsleitern Konzepte, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebes in Zukunft sicherzustellen. Nach den Worten von Bonde gebe es dazu vielfältige Lösungsansätze, die von der Spezialisierung über die Verbesserung der Produktions- und Kostenstruktur und den Übergang zur Bioproduktion bis zur Erhöhung der Wertschöpfung durch Direktvermarktung reichten. Das Netzwerk Milch BW-Nord habe im vergangenen Jahr knapp 300 Betriebe beraten. Dabei ging es vorwiegend um Entwicklungskonzepte, Vollkostenanalyse, Bauberatung und Standortbestimmung. Großes Interesse zeigten Landwirte an Kooperationen mit anderen Betrieben. Die Personalkosten für die Beratungsgespräche übernimmt das baden-württembergische Agrarministerium. (az)
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