EEG-Novelle

Milchwirtschaft fürchtet Wettbewerbsnachteile

Der Ausstieg aus einer Form der Energieerzeugung kann nach Ansicht von Robert Hofmeister, dem Präsidenten des Verbandes Bayerischer Privater Molkereien (VBPM), kein verantwortbares politisches Ziel sein. Ohnehin sei der vorgegebene Zeitraum für den Atomausstieg in Bayern nicht einzuhalten, sagte er anlässlich der Mitgliederversammlung seines Verbandes im oberbayerischen Finning.

Die Molkereien sind in ganz besonderem Maße auf eine sichere Ernergieversorgung angewiesen. Hofmeister prognostizierte für die deutschen und bayerischen Molkereien gegenüber ihren Konkurrenten aus den USA erhebliche Wettbewersnachteile auch wegen ungleicher Produktionskosten. Zugleich fürchtet er eine Deindustrialisierung in Teilen Deutschlands.

"Die so genannte Energiewende droht in einem Fiasko zu enden,"sagte der Molkerei-Präsident. Vermutlich werde das EEG alle seine Ziele verfehlen.

Hofmeister zeigte sich auch besorgt über die politischen Wirren in und um Russland. Nur mit deeskalierender Diplomatie, die auch die Interessen Moskaus berücksichtigt, könnten die Probleme gelöst werden. Daran sei der gesamten deutschen Milchwirtschaft besonders gelegen.

Eine wichtige Rolle bei der Bedienung der Exportmärkte sowie des EU-Binnemarktes spielt nach seiner Ansicht die gesicherte Qualität der Milch und die Qualität der Herstellungsprozesse von Molkereiprodukten. Dabei lobte Hofmeister die vorbildliche Zusammenarbeit mit der staatlichen Lebensmittelüberwachung in Bayern. (HH)  
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