Zwischenbilanz

Milder Winter verhagelt K+S Salzgeschäft

Die Firmenzentrale von K+S in Kassel.
-- , Foto: az/da
Die Firmenzentrale von K+S in Kassel.

Nicht nur bei Salz, sondern auch der Absatz von Kalidüngemittel war von Januar bis März 2016 geringer als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund geringerer Absatzmengen in beiden Geschäftsbereichen sowie eines niedrigeren Durchschnittspreises im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sank der Umsatz der K+S Gruppe im 1. Quartal 2016 um rund 20 Prozent auf 1,1 Mrd. €. Das operative Ergebnis (Ebit) folgte der Umsatzentwicklung und verringerte sich um 31 Prozent auf 218 Mio. €.

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verringerte sich das Ebit im 1. Quartal aufgrund geringerer Absatzmengen und eines niedrigeren Durchschnittspreises, insbesondere für Kaliumchlorid in den Überseeregionen, um 44 Prozent auf 102 Mio. €.

Um halbwegs die schwache Nachfrage zu überstehen, gibt Vorstandschef Norbert Steiner weiter die Maßgabe heraus, die Kosten- und Organisationsstruktur der gesamten Gruppe effizienter zu gestalten. Die Einsparungen im Produktionsprozess und in der Verwaltung gehen weiter voran. Zusätzlich wurde im Geschäftsbereich Salz zu Beginn des Jahres eine neue Produktsegmentierung mit einem stärkeren Fokus auf Anwendungsgebiete und Kunden eingeführt. Damit wolle das Unternehmen das operative Geschäft sowie der Marktentwicklungen besser analysieren, um die Ziele auch umzusetzen.

Ungeachtet dieser Maßnahmen bleibt der Ausblick auf das Gesamtjahr mäßig. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte werden weiterhin ein deutlicher Rückgang des Durchschnittspreises und ein leicht niedrigeres Absatzvolumen erwartet. Im Geschäftsbereich Salz dürfte ein niedrigerer Absatz von Auftausalz nicht vollständig durch den moderat steigenden Absatz von Salzen für andere Anwendungsbereiche ausgeglichen werden. Der Umsatz der K+S Gruppe sollte im Geschäftsjahr 2016 moderat und die operativen Ergebnisse deutlich unter dem Vorjahr liegen, wird Steiner den Aktionären am Mittwoch in Kassel zur Hauptversammlung mitteilen. Steiner will nächstes Jahr seinen Chefposten abgeben. Gute Aussichten als Nachfolger hat Finanzvorstand Dr. Burkhard Lohr.

Werk in Kanada im Sommer am Start

 Planmäßig läuft das kanadische Legacy Projekt. Im Sommer soll die neue Kalimine in Betriebe gehen. Wenn alles gut läuft und die Nachfrage nach Kali weltweit wieder steigen dürfte, strebt K+S ein Ebita von 1,6 Mrd. € im Jahr 2020 an. 2015 waren es 1,1 Mrd. €. (da)
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