Vorläufige Bilanz

Milliardenschäden durch Stürme

Insgesamt 192 Mrd. US-$ Schaden haben Stürme in diesem Jahr bereits weltweit angerichtet. Das sind etwa 9 Prozent der gesamten Sturmschäden seit dem Jahr 1900, teilte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter Verweis auf ‚CATDAT‘ mit. Diese Naturkatastrophen-Datenbank umfasst 60.000 Einträge, darin sind Erdbeben, Fluten und Stürme seit dem Jahr 1900 als Referenzpunkte des Modells hinterlegt.

Laut ‚CATDAT‘ geht ein Drittel des wirtschaftlichen Gesamtschadens von 7 Billionen US-$ seit dem Jahr 1900 auf das Konto von Flutkatastrophen. Erdbeben verursachten 26 Prozent der Schäden, Stürme 19 Prozent; Vulkanausbrüche machten lediglich 1 Prozent aus. Während auf den gesamten Zeitraum gesehen Flutkatastrophen die größten Verursacher wirtschaftlicher Schäden sind, ist dem BMBF zufolge seit 1960 mit 30 Prozent der größte Anteil auf Stürme und Sturmfluten zurückzuführen. Allein Sturm 'Harvey', der Anfang dieses Monats vor allem über den USA wütete, wird auf einen Schaden von mehr als 60 Mrd. US-$ geschätzt und belegt damit weltweit Platz 4; der letzte Sturm 'Maria' wird auf 23 Mrd. US-$ veranschlagt.

Diese aktuellen Schadensschätzungen basieren auf einem Risikoschadensmodell, das der Forscher James Daniell beim Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) betreibt. Es wird vom BMBF gefördert. (Sz)
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