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Durch die BSE-Krise entstanden den Rinderzüchtern Mecklenburg-Vorpommerns Verluste zwischen 35 und 40 Mio. DM. Diese Zahl nannte der Hauptgeschäftsführer des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Jaeger, gestern in Neubrandenburg. Die Rinderhalter müssten den durch eine beispiellose Hysterie entstandenen Schaden nun allein bezahlen, kritisierte er die Bundesregierung. Die Wende in der Agrarpolitik zu mehr Verbraucherschutz erfolge allein zu Lasten der Landwirte, sagte er gegenüber dem Nordkurier. Jaeger kritisierte die Rindfleisch-Billigimporte aus Ländern, in denen es geringere Umwelt- und Verbraucherstandards gebe. Er forderte deshalb ein Importverbot für Fleisch, das keine glaubhaften Seuchen-, Antibiotika- und Hormonfreiheitszertifikate besitze.

Einen Überblick über die BSE-Situation in Deutschland bietet AgroOnline unter der Rubrik Tierproduktion im "Extra: BSE". (Bm)
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