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Bereits in einer zweiten ukrainischen Ortschaft hat sich innerhalb der vergangenen sieben Tage der Verdacht auf Milzbrand bei Nutztieren bestätigt. Bereits am 21. Juli waren im östlich von Kiew liegenden Landkreis Jagotin Tiere verendet, die Seuche konnte aber erst zehn Tage später definitiv festgestellt werden, teilt die Internetzeitung Ukrainischer Finanzserver (UFS) unter Berufung auf den nationalen Veterinärdienst mit. Die Bestandsverluste beliefen sich bislang auf einige Dutzend verendeter oder notgeschlachteter Tiere.

Neun Menschen seien mit Verdacht auf Milzbrand in die Krankenhäuser eingeliefert worden. Ihr Zustand werde allerdings als nicht lebensbedrohlich bezeichnet. Für die Desinfektionsmaßnahmen in den betroffenen Agrarbetrieben stellte die ukrainische Regierung Sonderbeihilfen in einem Umfang von umgerechnet 891.500 DM bereit. Die Seuche in Jagotin stelle UFS zufolge den schwierigsten von insgesamt sechs Milzbrand-Fällen dar, die im Lande seit Beginn des laufenden Kalenderjahres registriert worden seien. (pom)
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