Das Milzbrandgeschehen in einer Rinderherde in Sachsen-Anhalt flaut ab. Die Weiden werden desinfiziert. Die Suche nach den Ursachen läuft weiter.

Bis heute sind keine weiteren Tiere der betroffenen Herde im Landkreis Stendal an Milzbrand erkrankt oder verendet. Damit liegt der letzte Fall 6 Tage zurück. Unter Berücksichtigung der Inkubationszeit von 3 bis 5 Tagen gelte es damit als relativ sicher, dass die Rinder auf ihrer derzeitigen Weidefläche keine weiteren Milzbrandsporen aufnehmen, teilte der Landkreis mit.
 
Die landwirtschaftliche Nutzung der ca. 8 ha großen Wiese, auf der die Herde zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Infektion gestanden hatte, bleibt den Angaben zufolge weiterhin untersagt. In den kommenden Tagen wird die Fläche mit Formaldehyd desinfiziert.

Der betroffene Bestand wird ab sofort nicht mehr laufend amtstierärztlich überwacht. Wenn bis zum Ende des Monats keine weiteren Erkrankungen auftreten, gelten die Tiere als gesund. Der Großteil der ausgesprochenen Verfügungen und Verbote wird dann aufgehoben. 

Die Suche nach der Infektionsquelle und die Auswertung der Laborbefunde geht unterdessen weiter. Insgesamt sind zehn Rinder an der Krankheit verendet. Bei 49 Personen, die unmittelbaren Kontakt zu den Kadavern hatten, wird die Antibiotikaprophylaxe weiter fortgesetzt. (az)

 
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