Mindesterträge bei Raps sofort senken

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Wegen der verzögerten Rapsernte sollten ab sofort die Mindesterträge auf Stilllegungsflächen für Raps um 10 Prozent abgesenkt werden können, fordert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop), Bonn. Die repräsentativen Erträge für Raps auf Stilllegungsflächen sind für die Ernte 2000 von den zuständigen Landesbehörden bereits Mitte Juni festgelegt worden. Diese regional festgestellten Erträge gelten als Mindesterträge, die von den Landwirten von Stilllegungsflächen an den Handel abzuliefern sind. Viele Rapsbestände, die jetzt noch nicht geerntet worden sind, dürften aber diese Ertragshöhe nicht mehr erreichen, schätzt die Ufop. Die Schoten sind häufig aufgeplatzt und hohe Druschverluste nicht zu vermeiden. Bei Vorliegen "besonders gerechtfertigter Umstände" kann die Landesbehörde ausnahmsweise eine Minderlieferung von bis zu 10 Prozent akzeptieren, heißt es in einem Merkblatt der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Frankfurt a. M., zur Verwendungskontrolle für nachwachsende Rohstoffe. Die zuständigen Landesbehörden sollten bei Raps solche "gerechtfertigten Umstände" umgehend anerkennen, mahnt die Ufop. (db)
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