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Landwirte, die auf konjunkturell stillgelegten Flächen nachwachsende Rohstoffe angebaut haben, müssen die gesamte Ernte von diesen Flächen an die Erstverarbeiter/Aufkäufer abliefern. Dabei dürfen die für Rheinland-Pfalz festgesetzten Mindesterträge laut EU-Bestimmung grundsätzlich nicht unterschritten werden, wie das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium, Mainz, mitteilt. Für die Ernte 2000 wurden für Rheinland-Pfalz die Mindesterträge festgelegt. Sie betragen bei Winterraps 28, bei Sommerraps 19 und bei Ölliein 15 dt/ha. Diesen Erträgen wurde ein Feuchtegehalt von neun Prozent und ein Fremdbesatzanteil von zwei Prozent (bei Öllein 2,5 Prozent) zu Grunde gelegt. Die repräsentativen Erträge für Sonnenblumen sollen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Sofern die Mindestablieferungsmengen nicht erreicht werden, muss die Fehlmenge von den übrigen Anbauflächen ersetzt oder zugekauft werden. In begründeten Einzelfällen, die schriftlich darzulegen sind, kann die Bewilligungsbehörde eine Fehlmenge von bis zu 10 Prozent anerkennen. Falls die Fehlmenge nicht ausgeglichen werden kann, müssen die Stilllegungsflächen anteilig abgelehnt werden und der Antragsteller verliert nicht nur die Stilllegungsprämie sondern eventuell auch die Prämien für sonstige Kulturpflanzenflächen. (ED)
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