Minister auf Reformkurs


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Vor 2013 muss die GAP noch einmal gründlich überarbeitet werden. Die Berechnung der Direktzahlungen nach historischen Produktionsmengen habe keinen Bestand, erklärte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel am Montag im tschechischen Brünn. Die EU-Agrarminister diskutierten auf dem Informellen Rat über die nächste Agrarreform. Die östlichen EU-Mitgliedstaaten fordern ab 2013 gleich hohe Direktzahlungen in der ganzen Union. In Brünn äußerten viele Minister aus alten EU-Mitgliedstaaten Verständnis für die gewünschte Gleichbehandlung von Ost und West, selbst wenn dies zu einer Kürzung der Direktzahlungen in ihrem Lande führen würde. Deutschland und Österreich wollen dagegen den heutigen Zustand verteidigen. Sie argumentieren, Landwirte in Osteuropa hätten niedrigere Kosten und bräuchten deshalb weniger Direktzahlungen. (Mö)
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