Wenige Tage vor der Anhörung, bei der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel selbst anwesend sein wird, schlägt das Pendel für Edeka/Tengelmann aus. Doch ganz ohne Abstriche wird die Fusion wohl nicht über die Büphne gehen. Dem Vernehmen nach wird es sicher nicht möglich sein, wie ursprünglich geplant, die 450 Tengelmann-Märkte komplett zu übertragen, berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ).

Unermüdlich versucht indes das Rewe-Lager, den Zusammenschluss zu torpedieren, der nach der Untersagung durch das Bundeskartellamt nur durch das Veto des SPD-Ministers zustande kommen könnte. Rewe-Chef Alain Carparros und seine Anwälte zielen nach LZ-Informationen zufolge auf die mit Tengelmann-Betriebsräten der Regionen Nordrhein und Berlin geschlossene Betriebsvereinbarung. Deren Rechtsverbindlichkeit wird in Abrede gestellt und damit die darin getroffene Beschäftigungsgarantie über drei Jahre. (az)
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