Minus bei niederländischen und französischen Landwirten


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Landwirte in den Niederlanden und in Frankreich haben 2004 vermutlich zum Teil herbe Einkommenseinbußen. Am heftigsten betroffen sind die niederländischen Landwirte, wo nach ersten Schätzungen des Agrarökonomischen Instituts LEI die Einkommen pro landwirtschaftlicher Arbeitskraft 2004 um fast 12 Prozent auf durchschnittlich rund 15.000 € fallen werden. Sowenig hatten die niederländischen Landwirte zuletzt Anfang der 90er Jahre verdient, berichtet Agra Europe London. Hinter dem Durchschnittswert stehen allerdings sehr unterschiedliche Entwicklungen. Höhere Einkommen gab es nämlich in der Milchviehhaltung sowie in der Schweinezucht und Schweinemast. Den Schnitt nach unten gezogen haben schlechte Ergebnisse bei Legehennen und in der Geflügelmast. Ebenfalls Einbußen hatten die Ackerbauern und die Gemüsebauern.

In Frankreich werden die Einkommen 2004 pro landwirtschaftlicher Arbeitskraft gegenüber dem Vorjahr vermutlich um fast 4 Prozent sinken. Damit setzt sich ein Abwärtstrend fort, der den französischen Landwirten in den vergangenen Jahren jährlich ein Einkommensminus von etwa 1 Prozent gebracht hat, berichtet Agra Europe London weiter. Vor allem die Ackerbauern sind betroffen. Trotz höherer Ernte 2004 sind die Einkommen wegen der niedrigen Preise gesunken. (db)

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