Das Segment Agrar des Baywa-Konzerns, München, erzielte im 1. Halbjahr 2009 einen Umsatz von 1,8 Mrd. €, nach 2,2 Mrd. € ein Jahr zuvor. Laut Vorstandsvorsitzendem Klaus Josef Lutz seien für den Umsatzrückgang fallende Getreide- und Düngemittelpreise verantwortlich. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Segment Agrar liege mit knapp 20 Mio. € „deutlich unter dem Vorjahresniveau". „Dennoch konnte der Konzern im Jahresvergleich ein stärkeres Erfassungsgeschäft im Getreidehandel verbuchen", sagte Lutz heute bei der Vorlage des Halbjahresberichts vor der Presse in München. Auch habe das Unternehmen von einem lebhaften Exportgeschäft profitiert.


Der Preisverfall bei Düngemitteln, verbunden mit einem schleppenden Absatz, habe zu einem Rückgang im Geschäft mit Betriebsmitteln geführt. Landwirte hätten vereinzelt auf Düngegaben verzichtet, mit der Folge von Margeneinbußen. Vor Beginn der neuen Einlagerungsperiode seien Wertkorrekturen vorgenommen worden, um das 2. Halbjahr 2009 nicht mit weiterem Risiko zu belasten. Lutz geht von einer guten Getreideernte und einer entsprechend großen Handelsmenge aus. Er erwartet „auf absehbare Zeit" relativ niedrige Getreidekurse, allerdings mit großen Ausschlägen. (HH)
stats