Traktorenmarkt

Minusgeschäft in Westeuropa


In den ersten sieben Monaten 2015 wurden in Westeuropa nach Berechnung des VDMA Landtechnik rund 78.500 neue Traktoren verkauft. Dies waren 7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit entwickelte sich die Nachfrage nach Schleppern analog zur gesamten Branchenkonjunktur, stellen die Frankfurter Marktanalysten heraus.

In Deutschland, dem größten Absatzmarkt, beträgt der Rückgang mit 19.057 Einheiten bisher 8 Prozent oder 11 Prozent im Segment über 50 PS. Eine augenscheinliche Lücke tue sich bei den Leistungsklassen von 50 bis 80 PS auf. Im regionalen Vergleich würden die ostdeutschen Bundesländer etwas schlechter abschneiden.

Eine ähnliche Entwicklung gab es in Frankreich, dem zweitgrößten Markt in Europa. Mit 17.045 Neuzulassungen schrumpfte er um 6 Prozent zwischen Januar und Juli. Den gesamteuropäischen Trend drücke bisher vor allem Großbritannien nach unten. Mit starken monatlichen Schwankungen liegt der Markt im Leistungssegment bis dato um 15 Prozent niedriger als im Vorjahr. Eine Besserung sei dort nach Aussagen des nationalen Verbandes nicht in Sicht. Damit würde sich das Marktvolumen 2015 auf nur noch etwa 11.500 Traktoren belaufen.

In Italien fiel das Minus bisher deutlich geringer aus, was aber nicht unbedingt eine positive Botschaft sei. Schließlich erreichte der Markt 2014 ein neues historisches Tief. Im 1. Halbjahr wurden 9.515 Traktoren neu zugelassen, noch einmal 3 Prozent weniger als 2014. In Spanien belief sich der Markt bis Juli auf 5.537 Einheiten und damit fast genau auf Vorjahresniveau.

Die übrigen Märkte der Region Westeuropa waren nach den Beobachtungen des VDMA Landtechnik in Summe um knapp 10 Prozent rückläufig. (Sz)
stats