Strukturanpassung

Mischfutterbranche in Bewegung

Mischfutterwerk Wiesbaden an der Schiersteiner Brücke
-- , Foto: Maximilian Heese
Mischfutterwerk Wiesbaden an der Schiersteiner Brücke

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG, Köln, beabsichtigt, sich im Rahmen ihrer Restrukturierungsmaßnahmen von der Mischfutter-Herstellung zu verabschieden. Im Zuge einer Allianz mit der Agravis Raiffeisen AG, Münster und Hannover, will sie ihre beiden Mischfutterwerke in Neuss und Wiesbaden an die Agravis veräußern. Die Verhandlungen sollen bereits abgeschlossen sein, doch der formelle Beschluss der RWZ-Gremien steht noch aus. Der Aufsichtsrat hat am gestrigen Mittwoch die Beschlussfassung zunächst  vertagt. Die Mischfutterproduktion der RWZ liegt bei rund 300.000 t. Der Agravis-Konzern bündelt zusammen in Kooperation mit 40 Mitgliedsgenossenschaften und der Produktion der Ceravis AG eine Mischfutterproduktion von 4,5 Mio. t.

DTC-Werk in Worms schließt

 
Auch die Deutsche Tiernahrung Cremer (DTC) wird ihre Strukturen etwas straffen, teilt das Unternehemen mit. Die Produktion in dem veralteten DTC-Werk in Worms mit seiner denkmalgeschützten Gebäudesubstanz wird zum 15. November dieses Jahres stillgelegt werden, da die strukturellen Bedingungen keinen weiteren Betrieb mehr rechtfertigen. Den Mitarbeitern aus Worms wird die Möglichkeit gegeben, innerhalb des Unternehmens weiter beschäftigt zu bleiben. Im Vertrieb werde es keine Veränderungen geben, informiert die DTC-Geschäftsführung
 
In die Struktur der Mischfutterindustrie ist schon seit Jahresanfang Bewegung gekommen. Anfang Februar hatte die zur HaGe Nord AG, Kiel, gehörende AHS Agrarhandel Süd GmbH die ehemaligen Muskator-Mischfutterwerke in Deggendorf und Bamberg stillgelegt. (St)

stats