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Auf der Verpackung von Futtermitteln sollen künftig die Rohstoffe nicht mehr mit genauen Prozentsätzen angegeben werden müssen. Stattdessen sollen die Einzelkomponenten nur noch in der Reihenfolge ihrer Gewichtsanteile genannt werden, wie dies bei Lebensmitteln üblich ist. Dies sieht ein Vorschlag der EU-Kommission zur Kennzeichnung von Futtermitteln vor, der am Dienstag in Brüssel vorgelegt wurde. Die prozentgenauen Angaben wurden 2002 in Folge der BSE-Krise eingeführt und haben seitdem für Unmut in der Branche gesorgt. Der Know-how-Schutz sei dadurch nicht mehr ausrechend gewährt, kritisiert der Europäische Mischfutterverband (FEFAC). Er begrüßt deshalb den Kommissionsvorschlag. Der Europäische Gerichtshof bemängelte ebenfalls die Kennzeichnungsvorschriften. Auch zukünftig sollen die Landwirte die Möglichkeit haben, sich beim Hersteller über exakte Prozentsätze zu erkundigen. Die Auskunft darf aber mit dem Hinweis auf Geschäftsgeheimnisse verweigert werden. (Mö)
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