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Die Mischfutterindustrie in Deutschland kann Schadenersatzansprüche für beschlagnahmte Altfutterbestände geltend machen, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Berechtigte müssen Anträge bis zum 12. November stellen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium gab gestern im Bundesanzeiger bekannt, dass die gewerbliche Wirtschaft entschädigt wird für die Futtermittelbestände, die tierische Proteinträger enthalten und nach dem Verfütterungsverbotsgesetz vom 4. Dezember 2000 gesperrt wurden. In dem Beschluss vom 28. September sind Ausgleichszahlungen in Höhe von insgesamt maximal 40 Mio. DM vorgesehen. Für jeden berechtigten Antrag werde die Zahlung zwei Drittel der anerkennungsfähigen Kosten (Warenwert plus Entsorgungskosten) nicht überschreiten können. Sollten die Gesamtkosten die bewilligte Ausgleichszahlung überschreiten, werde der Betrag von 40 Mio. DM anteilmäßig auf alle Anträge verteilt. Die von einzelnen Bundesländern bereits vorab bereitgestellten Beträge werden berücksichtigt. Die Bekanntmachung des Ministeriums sowie Antragsformulare können im Internet unter www.ble.de abgerufen werden. (jst)
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