Die Deutsche Saatveredelung AG (DSV) bietet für die Biogasfruchtfolge neben Mais weitere Kulturen und Mischungen an. Sie ergänzen die Biogasfruchtfolge ökonomisch und ökologisch. Das Leguminosen-Getreide GPS-Programm der DSV beinhaltet die beiden Mischungen Wickroggen Plus mit Winterroggen, Winterwicken, Wiesenschwingeluntersaat, und We-Ro-GPS Plus aus Winterroggen, Wintererbsen und Wiesenschwingeluntersaat. Die Gemenge verbessern die mikrobielle Aktivität und die Humusbildung im Boden. Zusätzlich erhöhen sie die Biodiversität und Bienen werden von dem buntblühenden Bestand angelockt.

Mit trockenen Standorten kommen die Mischungen gut zurecht, so die DSV. Sie empfiehlt sie besonders für Standorte, auf denen der Anbau der Zweitfrucht riskant ist. Die Aussaat ist von Anfang September bis Mitte Oktober möglich und kann noch nach frühem Mais in die Biogasfruchtfolge integriert werden. Wickroggen Plus und We-Ro-GPS Plus erreichen 25 bis 40 t FM/ha, erzielen ideale TS-Gehalte (> 30 Prozent) und sind gut silierbare Substrate mit hohen Mineralstoff- und Eiweißgehalten. Die Wiesenschwingeluntersaat zeigt ihr Potenzial nach der GPS-Ernte: Je nach Standort sind noch mal 15 t FM/ha Grassilage möglich. Ein weiteres Attribut ist die ökologische Vorzüglichkeit.

Wicken und Erbsen sind sehr wüchsig  und sorgen für eine schnelle Bodenbedeckung. Die Leguminosen bringen sehr viele Vorteile: Sie haben ein hohes N-Fixierungspotenzial, speichern Stickstoff im Boden und hinterlassen eine gute Bodengare. Roggen-Ganzpflanzensilagen (GPS) bewähren sich sowohl solo als auch im Gemenge als ertragreiches Biogassubstrat. Zusammen mit der Leguminose und Untersaat wird ein höherer Hektarertrag als solo erzielt.(az)
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