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Ein neuartiges Flüssigfutterverfahren für die Schweinemast will die Firma Howema Gerätebau aus dem niedersächsischen Visbek entwickeln. Dabei wird sie mit 800.000 DM von der deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, gefördert. Die Firma entwickelt ein Verfahren, bei dem Bauern auf ihren Höfen Milchsäurebakterien züchten und dann ins Futter mischen. Dies ermögliche die kontrollierte und für die Schweine positive Vermehrung von Mikroorganismen im Flüssigfutter und mache eine vorbeugende Verfütterung von Antibiotika überflüssig. Das Verfahren packe das Problem an der Wurzel, so die DBU: Es unterdrücke die Keime, die zu vermehrten Krankheits- und Todesfällen bei Schweinen und damit auch zu einer vermehrten Anwendung von Antibiotika in der Schweinezucht geführt hätten. Der häufige Einsatz von Medikamenten in der Mast könne beim Verbraucher zur Resistenz gegen Antibiotika beitragen. So seien in einigen Fällen Erkrankungen mit Penicillin nicht mehr behandelbar gewesen. Deshalb müsse jede Chance genutzt werden, den Einsatz von Arzneimitteln bei der Mast zu verringern. (KK)
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