Mit Basisdokumentation Rückverfolgbarkeit garantieren


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Mit einem einfachen Dokumentationssystem, das der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam mit dem Handel, den Genossenschaften und Verarbeitern entwickelt hat, sollen die ab dem 1. Januar 2005 geltenden Forderungen zur Rückverfolgbarkeit erfüllt werden. Das Niedersächsische Landvolk empfiehlt seinen Mitgliedern, diese so genannte "Basisdokumentation" anzuwenden. Kernstück ist eine Schlagdokumentation, in der unter anderem Informationen zur Sorte, Düngung und zum Pflanzenschutz zusammengefasst werden. Lagert der Landwirt sein Getreide auf dem eigenen Betrieb, ist darüber hinaus eine Lagerdokumentation notwendig. Bei Transporten aus dem eigenen Lager sollte der Landwirt auch diesen Arbeitsgang dokumentieren. Durch eine Verknüpfung der Schlagdokumentation mit dem Lieferschein des Landhändlers soll eine eindeutige Zuordnung der angelieferten Partien ermöglicht werden. Die Landwirte können das System anwenden, ohne dass eine Zertifizierung notwendig ist.

Ziel des Bauernverbandes sei es gewesen, den Landwirten ein flexibles Instrument zur Verfügung zustellen, sagte Dr. Bernd Lüttgens, DBV, Bonn, Ende voriger Woche beim Kongress "Rückverfolgbarkeit bei Getreide - Anforderungen und Umsetzung" in Hannover. Die Basisdokumentation erfülle die Markterfordernisse und die gesetzlichen Vorgaben und lasse den Landwirten den notwendigen Freiraum bei der Umsetzung. (SB)

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