Luftaufnahmen

Mit Drohnen präzise düngen

„Das wichtigste sind eine schnelle und leichte Bedienbarkeit und ein robustes Material“, erklärt der Landwirtsohn Romain Faroux, der als Vertriebsleiter für den französischen Dienstleister Airinov arbeitet. Das vor fünf Jahren gegründete Unternehmen ist ein weiterer Anbieter von Daten, die mit Hilfe von unbemannten Luftfahrtzeugen helfen sollen, die Landwirtschaft präziser zu machen.
100.000 ha sollen in Frankreich schon über die Drohne gescannt worden sein.
-- , Foto: Airinov
100.000 ha sollen in Frankreich schon über die Drohne gescannt worden sein.

Faroux hat die Kamera mitentwickelt, die das Herzstück der nur 700 g schweren Drohne bildet. Vier Objektive erstellen jeweils zwei Bilder pro Sekunde, die im Nahinfrarotbereich und bei kleineren Wellenlängen die Lichtreflexion messen und damit Aussagen über die Vitalität der Pflanzen zulassen. Für Landwirte, die GPS nutzen, erstellt das Unternehmen anschließend sehr detaillierte Karten zur Düngung in Raps oder Weizen, die je nach Technik automatisch abgearbeitet werden können.

Großer Unterstützer

Airinov gehört zu mehr als 50 Prozent zu dem High-Tech Unternehmen Parrot, mit Hauptsitz in Paris. Parrot entwirft, entwickelt und vertreibt zivile Drohnen sowie Komponenten für die Automobilbranche und für Smartphones und Tablets.

Parrot zählt weltweit 850 Mitarbeiter und realisiert den Großteil seines Absatzes im Ausland. Bisher wurden rund 9 Mio. € in die Gründung und Fortentwicklung von Airinov investiert. (kbo)


Betriebe, bei denen Satellitennavigationssysteme nicht zum Einsatz kommen, erhalten grobere Auswertungen für den „Handbetrieb“, bei denen Felder zum Beispiel nur in drei unterschiedliche Zonen bezüglich Stickstoffbedarf unterteilt werden.

Bisher haben nach Unternehmensauskunft in Frankreich bereits 5.000 Landwirte die Dienstleistung in Anspruch genommen, für die geschulte Drohnenpiloten die Segler über die gewünschten Felder schicken. Der Service, der ab 10 € pro Hektar zu haben ist, soll nun über die Landesgrenzen hinaus angeboten werden. Auch Deutschland sei ein sehr interessanter Markt, meint Faroux. (kbo)
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