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Gentechnische Methoden könnten dazu beitragen, Hühner gegen das Vogelgrippevirus resistent zu machen. Auf diese Weise sei es möglich, innerhalb von vier Jahren die weltweiten Geflügelbestände durch resistente Tiere zu ersetzen, berichtet Agra Europe London unter Berufung auf Dr. Laurence Tiley, Wissenschaftler am Zentrum für Veterinärwissenschaften der englischen Cambridge Universität. Um dieses Ziel zu erreichen gebe es drei mögliche Verfahren. Eines beruhe darauf, ein antivirales Eiweiß, das in vielen modernen Geflügelzüchtungen inaktiv vorliege, zu aktivieren. Dieses Mx-Eiweiß unterdrücke eine Infektion mit dem Virus und hemme dessen Reproduktionsprozess, erläuterte Tiley auf einer Tagung der australischen Forschungsorganisation Csiro im australischen Surfer's Paradise. Eine weitere Methode sei, das Virus an der Bildung eines bestimmten Eiweiß zu hindern, mit dessen Hilfe der Krankheitserreger eine Abwehrreaktion des Immunsystems unterdrücke. Eine dritte Möglichkeit arbeite mit "molekularen Ködern". Dabei produziere ein künstlich in das Erbgut des Huhns eingebrachtes Transgen Stoffe, an die bestimmte zur Vermehrung des Virus benötigte Enzyme andocken. Dadurch würde ebenfalls der Reproduktionsprozess verhindert. Tiley wies darauf hin, dass das Transgen dabei nur durch das Virus im Falle einer Infektion aktiviert werde. (Wo)
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