Projekt von Baywa und ESA

Mit Satellitendaten besser ackern

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, Satellitendaten in landwirtschaftlichen Prozessen optimal einzusetzen, um positive Effekte auf Ressourcen- und Wassereinsatz sowie Ernteerträge zu erzielen. Die ESA werde technische Kenntnisse über den Zugriff und die Interpretation von Satellitendaten wie der Flotte von Sentinels für Europas Copernicus-Programm in die Zusammenarbeit einbringen, teilte die Baywa mit. Insbesondere der Satellit Sentinel-2 stellt Bilder zur Überwachung des Pflanzenwachstums zur Verfügung, wobei zwischen verschiedenen Nutzpflanzen unterschieden werden kann.

Daten in agronomische Modelle integrieren

„Durch die Zusammenarbeit mit der ESA erhalten wir Zugang zu modernster Technologie für die Digital-Farming-Lösungen unserer Konzerntochter FarmFacts“, sagte Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der Baywa. Die Technologie solle mittelfristig zum Vorteil landwirtschaftlicher Betriebe unabhängig ihrer Betriebsgröße genutzt werden. Die rasche Integration der Daten von der Copernicus-Sentinel-Flotte in agronomische Modelle sei eine Voraussetzung für die Prognose von Ernteerträgen und anderen Fragen der Nahrungsmittelversorgung, betonen Vertreter der ESA. Die Baywa sei deshalb ein idealer Partner für die ESA, um unsere satellitengestützten Modelle und Produkte in dieser Hinsicht zu validieren und zu verbessern.

Die Zusammenarbeit beinhaltet außerdem eine Partnerschaft im Innovationswettbewerb „ESA Copernicus Masters 2018“. Mit einer eigenen „Farming / Agriculture Challenge“ sollen im Rahmen des Wettbewerbs neue Ansätze zur Nutzung von Satellitendaten in der Landwirtschaft gefördert werden. (SB)
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