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Die Preisentwicklung am Düngemittelmarkt wird weiter feste Tendenzen zeigen. "Aus heutiger Sicht ist weltweit mit einem Nachfrageanstieg nach Kali-Düngemitteln von drei bis fünf Prozent pro Jahr zu rechnen", sagte Hans-Jürgen Müller, Leiter des Vertriebs Düngemittel Deutschland der K+S Kali GmbH, Kassel, in der vergangenen Woche während der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. in Bonn. Dies führte in den vergangenen Monaten zu den weltweit drastischen Preissteigerungen. Hinzu kamen temporäre Lieferengpässe. Erst die jetzt erreichten Kalipreisnotierungen von bis zu 650 €/t rechtfertigten die kostenintensiven Investitionen zur Exploration und zum Aufbau völlig neuer Kaliproduktionsstätten. Die Realisierung eines neuen Kaliprojektes umfasse je nach Region einen Zeitraum von mindestens 5 bis 8 Jahren. Bei Phosphat ist mit einem ähnlichen Zeitraum zu rechnen. Für die Stickstoffherstellung sind kürzere Realisierungszeiträume möglich. (ED)
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