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Bei der Suche nach der Ursache für die Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche (MKS) haben die englischen Behörden ein fließendes Gewässer als möglichen Infektionsweg ausgemacht. Der Bach führe an einem Kleingarten vorbei, der einem bei Merial Animal Health angestellten Mitarbeiter gehöre. Auf diesem Gelände stünden mehr als 100 Chemikalienfässer, die zuvor in dem Pirbrighter Labor des US-amerikanischen Unternehmens verwendet wurden. Nachdem der Bach dieses Gelände passiert habe, fließe er durch Gelände der beiden von der Tierseuche betroffenen Betriebe, berichtet der Daily Telegraph.

Wie ein Sprecher von Merial bekannt gab, wurden die Behälter, in denen angeblich Sodium Bicarbonat und Zitronensäure aufbewahrt wurde, nicht dekontaminiert, bevor sie auf das Gelände des Mitarbeiters verbracht wurden. Dies sei nicht notwendig gewesen, da die Fässer in einem Bereich gelagert worden seien, wo nicht an dem MKS-Erreger geforscht werde. Allerdings müssten Wissenschaftler jedes Mal einen Dekontaminationsprozess durchlaufen, wenn sie eine der Chemikalien benötigten, bestätigte der Unternehmenssprecher. Weitere Untersuchungen sollen Aufschluss über eine mögliche Verunreinigung der Fässer mit dem MKS-Erreger geben. (Wo)

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