Preismisere

Molkerei braucht Kapitalspritze

Das Januar-Milchgeld, das eigentlich am Montag fällig war, wird die Genossenschaftsmolkerei First Milk erst am 26. Januar auszahlen. Damit will das Management, dass zurzeit mit jedem Liter Milch nach eigener Aussage 1 Pence Verluste einfährt, zur Gesundung der Bilanzen beitragen. Als Grund für die Schieflage nennt das Unternehmen den Preisverfall für Milch in den vergangenen zwölf Monaten.

Die Maßnahme ist nicht einmalig. Auch die künftigen Milchgeldzahlungen 2015 sollen mit 14 Tagen Verzögerung erfolgen, teilt das Unternehmen mit. Außerdem werden die genossenschaftlichen Mitglieder zu einer Kapitalspritze aufgefordert.

First Milk ist eine Genossenschaft mit einem Umsatz von jährlich gut 500 Mio. brit. Pfund, die sich vollständig im Eigentum der Milcherzeuger befindet. Die Zentrale befindet sich in Glasgow. Zum Unternehmen gehören sieben Verarbeitungsstandorte in England, Schottland und Wales. (db)
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