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Trotz der Kampagne von Greenpeace gegen den gentechnisch veränderten Mais Mon 863 fand sich im EU-Umweltministerrat keine qualifizierte Mehrheit gegen die Zulassung des GVO. Lediglich eine einfache Mehrheit der Mitgliedstaaten stimmte gegen den Kommissionsvorschlag. Das reichte nicht für eine Zurückweisung. Damit muss die Kommission allein, das heißt ohne den Ministerrat, die Zulassung des GVO durchsetzen. Diese Arbeitsteilung zwischen dem gespaltenen Rat und der Kommission ist nicht neu. Nur ist der Mon 863 stärker als andere GVO in die öffentliche Diskussion geraten. Greenpeace hat mit Hilfe des Oberverwaltungsgerichts in Münster erreicht, dass der Hersteller Monsanto bestimmte Unterlagen über den Mon 863 herausgeben muss.

Einig waren sich die EU-Mitgliedstaaten über acht nationale GV-Verbote. Sie lehnten mit großer Mehrheit einen Vorschlag der Kommission ab, in dem ein Ende der nationalen Alleingänge mit Hilfe der Schutzklausel gefordert worden war.
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