Das Monitoring zum Auftreten des Gelbmosaikvirus Typ2 soll in diesem Jahr fortgesetzt werden. Das Programm war bereits im vorigen Jahr gestartet, erinnert die Deutsche Saatveredelung (DSV) AG, Lippstadt. Das Monitoring ist ein gemeinsames Projekt der Fachhochschule Südwestfalen in Soest, dem Julius-Kühn-Institut in Quedlinburg und der DSV. Auf diese Weise soll die Verbreitung des neuen Virustyps ermittelt werden. Dafür werden in großem Umfang Proben von Verdachtsflächen untersucht. Meist im März und April sind die typischen Symptome des Gelbmosaikvirus - strichelartige Aufhellungen an den Blättern - sichtbar. Befallene Bestände ergrünen kaum, während gesunde Gerste schon anfängt zu wachsen. Das Monitoring 2009 hat ergeben, dass der neue Virustyp schon weiter verbreitet ist als bisher angenommen. Zu den Regionen mit vielen Befallsflächen zählte neben Westfalen und Nordhessen auch das südliche Niedersachsen.

Landwirte oder Berater, die verdächtige Flächen kennen, werden gebeten, Pflanzenproben bis spätestens Ende April einzusenden. Nach der kostenlosen Untersuchung der Proben im DSV-Labor in Thüle werden die Ergebnisse den Einsendern übermittelt. Genaue Informationen, der Probenbegleitschein sowie Hinweise zur Probenahme und zur Diagnose können im Internet  abgerufen werden. (az)
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