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Die Deutsche Saatveredelung (DSV) ruft Landwirte auf, Gerstenpflanzen einzusenden, an denen jetzt im März Verdacht auf Befall mit Gelbmosaikvirus besteht. Vor allem im Frühjahr 2007 und 2008 fielen nach Angaben der DSV immer mehr Wintergerstenflächen durch starke Vergilbungserscheinungen auf. Sie wurden hervorgerufen durch einen neuen Typ des Gelbmosaikvirus (BaYMV-2). Bisher gibt es kaum Daten zur Verbreitung des neuen Gelbmosaikvirus in Deutschland. Deshalb führt die Fachhochschule Südwestfalen in Soest gemeinsam mit dem Julius-Kühn-Institut, Quedlinburg und der DSV ein Monitoring durch. Ziel ist es, die Verbreitung des neuen Virustyps zu ermitteln. Zu diesem Zweck sollen in großem Umfang Proben von Verdachtsflächen untersucht werden. Landwirte oder Berater, die verdächtige Flächen kennen, werden gebeten, Pflanzenproben einzusenden.

Meist im März werden die typischen Symptome des Gelbmosaikvirus, strichelartige Aufhellungen an den Blättern, sichtbar. Befallene Bestände ergrünen kaum, während gesunde Gerste schon anfängt zu wachsen. Landwirte, die Proben einsenden, erhalten kostenlos das Ergebnis zugesandt. (ED)

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